Reviews

Die Schallhafen Jahrescharts 2017: Marc

Geschrieben von: Marc Oliver Braun am .


Schallhafenkäpt'n Marc blickt auf ein tolles Jahr in Sachen Musik & Pokultur zurück.

Ganz wörtlich zum allerletzten Tag des Jahres, dem Ende von 2017, kommen nun unsere Jahrescharts ohne großes Vorwort oder das obligatorische Philosophieren über Sinn- und Unsinn von diesen Jahreslisten. Hier unsere absoluten Lieblinge des Jahres. Den Anfang macht Hafenkäpt'n Marc. Übrigens: Meine Anspieltipps der Alben überschneiden sich bewusst nicht mit meinen Songs des Jahres, damit ihr direkt wisst, was neben denen noch so meine Lieblinge sind.

Die Schallhafen Jahrescharts 2017: Paul

Geschrieben von: Administrator am .


Schallhafen Redakteur Paul schaut auf das musikalische Jahr 2017 zurück.

Ganz wörtlich zum allerletzten Tag des Jahres, dem Ende von 2017, kommen nun unsere Jahrescharts ohne großes Vorwort oder das obligatorische Philosophieren über Sinn- und Unsinn von diesen Jahreslisten. Hier Pauls absoluten Lieblinge des Jahres.

Die Platte des Jahres: Fjørt - Couleur

Geschrieben von: Paul Schall am .


Fjørt, Pressefoto: Andreas Hornoff

Als am 17.11.2012 im Kölner Aetherblissment die Lichter ausgingen und die Musik erklang, hatte ich Gänsehaut. Es war mein erster Kontakt mit Fjørt und ich war verliebt und bin es bis heute. Fünf Jahre später, auf den Tag genau, veröffentlichten die Aachener ihr neuestes Album COULEUR. In dieser Zeit haben sie nichts von ihrer Intensität, ihrer Wut und ihrer Lyrik verloren. Und das spürt und hört man auch auf Couleur. Musik, die immer nach vorne geht und niemals rückwarts. Ein Album, das in manchen Liedern musikalisch etwas langsamer erscheint, aber in Verbindung mit den frei heraus gesagten bzw. geschrienen Texte, bleibt am Ende doch die fjørtsche Urgewalt und reißt alles mit sich mit.

„Die Zeit, die dich braucht, die ist jetzt!“ singt Sänger Chris und trifft damit genau den Ton, der in einer Zeit in der Populisten überall auf der Welt auf dem Vormarsch sind, nötig ist. Das Lied „Raison“ ist eines der ehrlichsten und klarsten Lieder seit langem. Es geht um die Solidarität, die es braucht, um den Vormarsch aufzuhalten und die „Renaissance von Nächstenhass“ zu verhindern. Genau das war ein Grund für Fjørt dieses Album zu schreiben, weil zusehen nicht reicht und weil sie „1933 Gründe [haben] schwarz zu sehen“. Fjørt haben etwas geschaffen, was mich von vorne bis hinten in seinen Bann zieht. Einen Bann aus Angst, Wut, Verzweiflung, aber auch Zuversicht. So druckvoll, so ehrlich in dieser bitteren Zeit. Spätestens mit diesem Album haben sich Fjørt einen Platz in der Post-Hardcore-Geschichte gesichert und das Gute ist, sie sind nicht vergleichbar mit einer anderen Band. Die beste Platte des Jahres und ich habe 2017 Gründe Fjørt weiterhin zu lieben.

(Paul Schall)

Immer noch wütend: Zugezogen Maskulin - Alle gegen alle

Geschrieben von: Paul Schall am .


Zugezogen Maskulin, Pressefoto: Robin Hinsch

Wenn erst ALLES BRENNT, dann kämpfen anschließend ALLE GEGEN ALLE, da sich doch jeder selbst der Nächste ist. Die Wahlberliner Zugezogen Maskulin veröffentlichen nach zweieinhalb Jahren Wartezeit ihr neues Album, das musikalisch auch mal ruhigere Töne anspielt, textlich aber keineswegs. Zugezogen Maskulin sind immer noch wütend und das völlig zurecht. Wer sich in der Musikgeschichte ein wenig auskennt, dem ist der Albumtitel der Punkrockband Slime mit Sicherheit geläufig, womit man Grim104 und Testo zumindest eine gewisse Sozialisation unterstellen könnte. Das Intro erinnert stark an das „Trojanische Pferd“ der Antilopen Gang und baut ungefähr eine Minute Spannung auf, ehe die beiden Rapper in gewohnt zorniger ZM-Manier loslegen. Wie ein Sommerhit kommt das Lied „Was für eine Zeit“ daher, das vor allem der Musik und der Textzeile des Refrains geschuldet ist. In den Strophen allerdings wird klar, um was es wirklich geht. Die Abscheu gegenüber der Lethargie und den Lifestyle der Jugend: „Schreib bitte die Eins aus, sonst schlag ich dir den Schädel zu Brei.“

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