Reviews

„Für mich sind tote Menschen im Mittelmeer ein größeres Problem als brennende Barrikaden, viele Bürger sehen das anders“ - Im Interview mit Johnny Mauser

Geschrieben von: Administrator am .


Johnny Mauser, Pressefoto: Malte Schmidt

Der Rapper Johnny Mauser ist nicht nur Teil des Hip Hop Quartetts Neonschwarz, sondern hat vor Kurzem ein neues Solo-Album auf unserem geschätzten Label Audiolith veröffentlicht (hier zu unserer Review), auf dem er seine früher häufig plakativen Texte durch abstraktere Geschichten ersetzt und dadurch ein neues Niveau erreicht. Redakteur Paul hat mit dem Mann auf Mausmission über sein aktuelles Album, den G20-Gipfel und textliche Reifungsprozesse gesprochen.

Sei still, wenn du was für Deutschland fühlst: Johnny Mauser - Mausmission

Geschrieben von: Paul Schall am .

Johnny Mauser, Pressefoto: Malte Schmidt

Johnny Mauser mit seinem neuem Solo-Album MAUSMISSION (01.09.17, Audiolith).

Ich gebe zu, anfangs war ich skeptisch. Feierte ich als junger Erwachsener noch die POLITISCH MOTIVIERTE SPRACHGEWALT Platte und schaute mir Johnny Mauser beispielsweise im JUZ Mannheim an, ebbte mein Interesse relativ schnell ab. Neonschwarz war mir einfach schon immer zu hoffnungsvoll, zu positiv und so war ich unsicher, was mich bei Mausmission erwarten würde. Als ich das Album dann zum ersten Mal hörte, fiel mir zunächst der Autotune Song „Daddy“ auf. Es war, als würde ich regelrecht nach etwas suchen, was ich hinterher kritisieren wollte. Dabei ist es eigentlich doch sehr lobenswert, wenn sich ein Künstler ausprobiert und neue Wege geht. So hat sich das Ganze auch nach mehrmaligem Hören zu einem Gesamtkunstwerk entwickelt, was in sich stimmig scheint und persönliches mit politischem (ist das eine nicht abhängig vom anderen?!) vereint. Klassische Beats, Samples, Scratches und Autotune bilden dabei das Fundament.

Am Ende des Tages sind wir alle gefickt: Love A - Nichts ist neu

Geschrieben von: Paul Schall am .


Sänger Jörkk von Love A zeigt uns die Tiefe seiner Augenringe, Pressefoto: Andreas Hornoff

Es gibt Bands, die aus unerklärlichen Gründen nie den Weg in das eigene Ohr oder in das heimische Plattenregal finden. Love A war bislang eine solche Band für mich. Die Frage nach dem „Warum?“ kann ich selbst nicht beantworten. Nun veröffentlicht ebendiese Band am 12. Mai ihren mittlerweile vierten Longplayer NICHTS IST NEU, doch für mich ist alles neu. Zumindest in Bezug auf Love A.

Starren auf Spiegelbilder: Krawehl - s/t

Geschrieben von: Micha Schmidt am .


Krawehl, Pressfoto

Ich hatte schon früh Zeit, die neue Krawehl zu hören und man sollte meinen, dass ich mir bis dahin auch ein festes Urteil gebildet habe. Faktisch bin ich unentschlossen, was ja auch ein Urteil und noch nicht mal ein schlechtes ist. Und dennoch abreitet es in meinen Kopf, woher diese Unentschlossenheit stammt und wie ich ihr begegnen sollte. Daher die folgenden Zeilen anstelle einer Kritik.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information