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„All about the music“ – Im Interview mit D.F.T.

Geschrieben von: Administrator am .


Voll bei der Sache: D.F.T., Pressefoto

D.F.T. ist die zweite Band von Schreng Schreng & La La-Gitarrist Lasse. Im Mai spielt die Band noch zwei Konzerte: Mit Kosmonovski (am 13.05. in Rheine) und Love A (25.05. in Düsseldorf). Grund genug, nachzufragen, wer und was sich eigentlich hinter dieser Band versteckt. Gemeinsam mit D.F.T.-Sänger und Schreng Schreng & La La-Produzent Kilian hat Lasse sich den Fragenkatalog ein zweites Mal vorgenommen.

Wie würdest du eure Musik beschreiben? Was ist das Einzigartige?

Lasse: Die Musik von D.F.T. zeichnet sich eigentlich dadurch aus, dass man sie nicht so einfach beschreiben kann. Wir sind vier sehr unterschiedliche Charaktere, mit vier unterschiedlichen Musikgeschmäckern. Musikalisch kommt da ein etwas unsortierter Mix aus Indie, 1990er-Jahre-Emo, Hardcore und Alternative-Rock raus. Wobei wir uns natürlich über Vergleiche mit Mega City Four mehr freuen als über den mit Nickelback. Demnach ist das Ganze auch nicht einzigartig. Wir sind vier sehr gute Freunde, die zum Teil seit 23 Jahren gemeinsam Musik machen…Und das einfach, weil wir Bock da drauf haben.

Was sind die Highlights eurer Bandgeschichte?

Lasse: D.F.T. haben Oliver (Schlagzeug) und ich 1994 in der Eifel gegründet. Damals gab es noch kein Internet und demnach auch keine Video-Portale oder Streaming-Dienste. Auf Konzerten, die wir meist selbst organisieren mussten, hat man aufgrund des schlechten Equipments nur das Schlagzeug gehört. Das hat die Leute aber nicht daran gehindert, beim Stagediven die Beleuchtung von der Decke zu treten (oder betrunken vor der Basedrum einzuschlafen). Die Zeit war, wenn man mit fast 40 zurückblickt, insgesamt schon ein Highlight. In den vergangen Jahren ist das Publikum durch die vielen Einflüsse und Eindrücke im Internet zunehmend kritischer geworden, was ja auch sein gutes Recht ist. Manchmal wünscht man sich aber diese unvoreingenommene Euphorie alter Tage zurück – bei Band und Publikum wohlgemerkt.

Highlights? Der Samplerbeitrag auf „Partisanen 4“ (Day Glo Records 1998) namens „Gib mir deine Hand“ unter dem unabgekürzten, schönen Namen Die Fliegenden Toaster (auf dem auch die Toten Hosen und Terrorgruppe vertreten sind, Anm. der Redaktion), das Greenboots Festival (2002) und das „Der Süden bebt“-Festival (2015).

Wie läuft das Songschreiben bei euch ab?

Lasse: Ganz schwierig und sehr langsam. Oliver und ich sind eher die Art Musiker, die sich über die Jahre alles selbst beigebracht haben. Thorben (Bass) und Kilian sind da auf einem ganz anderen Level, was ihr Musikverständnis angeht. Das kann dann schon mal zu anstrengenden Diskussionen und dem Ende einer Probe führen. Haha.

Was ist das Besondere am Touren?

Kilian: Es ist eine ziemliche einzigartige Art und Weise durch das Land zu reisen, Städte zu entdecken und Menschen kennen zu lernen. Ich denke auf kaum einer anderen „Reise“ kann man zudem so viel Alkohol trinken und gleichzeitig seiner größten Leidenschaft nachgehen.

Was mich aber viel mehr beeindruckt ist, dass Musik als gemeinsamer Nenner der perfekte Netzwerk-Aggregator ist. Man lernt so schnell so viele gleichgesinnte Menschen kennen, führt häufig sehr spannende Gespräche und in den besten Fällen entwickeln sich sogar Freundschaften.

Was inspiriert dich?

Kilian: Es mag fast schon nach einer Standard-Floskel klingen, aber es sind tatsächlich die Menschen, die mich umgeben und denen ich im Leben begegne. Das können spontane, kurze Begegnungen, aber auch langjährige Bekannte sein. Natürlich spielt auch das tagtägliche Leben, das Gezeigte in den Medien und die politischen Missstände eine Rolle. Aber häufig übertrage ich genau das in Personen (fiktiv oder real spielt dabei keine Rolle).

Was sind im Moment deine Lieblingskünstler?

Kilian: Da ein Großteil der Musik, die ich höre aus Zeiten stammt, in denen ich noch gar keine richtigen Zugang zu dieser hatte, ist diese Frage etwas schwierig zu beantworten. Als Fan gut gemachter Pop-Musik, gehört Ed Sheeran aber definitiv dazu. Darüber hinaus sind Beach Slang eine der „neuen“ Bands der vergangenen Jahre. Im Allgemeinen pendelt mein Musik-Geschmack aber sehr stark irgendwo zwischen Deutschpunk und Indie-/Emo-Bands herum.

Welcher Song berührt dich am meisten und warum?

Kilian: City And Colour - Sleeping Sickness

Brandtson - Blindspot (spät entdeckt aber schnell gewachsen)

Deep In My Mind – D.F.T. (Ist zwar ein eigener, aber doch sehr persönlicher Song)

Nenne drei Dinge, die du liebst!

Kilian: Meine Frau, Musik (spielen, aufnehmen, anhören) und Reisen.

Nenne drei Dinge, die du hasst!

Kilian: Faschismus, Engstirnigkeit und Selbstgefälligkeit.

Was würdest du tun, wenn du keine Musik machen würdest?

Kilian: Fußball in der Kreisklasse spielen.

Was können wir in der Zukunft von euch erwarten?

Lasse: Neben der 7inch, die wir im vergangen Jahr veröffentlicht haben (und dessen Cover der Oberbilker Streetart-Künstler moh one gestaltet hat), wollen wir natürlich ein neues Album aufnehmen und wieder verstärkt auf Tour gehen. Aber Job und Familienleben haben uns doch so sehr im Griff, dass ich mich wundern würde, wenn das vor 2018 passieren würde. Zumal Kilian mit seiner Band Karlsson gerade deren Debütalbum vorbereitet und Schreng Schreng & La La noch einige Konzerte in diesem Jahr spielen werden. Freizeit-Stress my ass.

Links:
www.facebook.com/pg/DFTband
www.dftmusic1.bandcamp.com

„All about the music“ - Im Interview mit Schreng Schreng & La La

Geschrieben von: Administrator am .

Schreng Schreng & La La, Pressefoto: Christina Kania

Vor einigen Wochen haben die Akustik-Punks von Schreng Schreng & La La ihr Debütalbum „Berlusconi“ (hier unsere Review) auf Vinyl wiederveröffentlicht. Grund genug noch einmal bei den Jungs nachzuhaken, was in den vergangenen Jahren so alles passiert ist. Da Jörkk momentan mit der neuen Love A Platte NICHTS IST NEU beschäftigt ist, sprachen wir mit Gitarrist Lasse.

„All about the music“ - Im Interview mit: PerDu

Geschrieben von: Marc Braun am .


PerDu, Pressefoto

PerDu ist der Sound für alle, die es lieben zu leben und die bereit sind auch mal ein wenig Schlaf zu opfern, um mehr von der Welt zu sehen. Die deutschsprachigen Popsongs, die meist aus der Feder von Sänger Jan stammen, verbinden mal lebensfrohe, aber auch nachdenkliche Themen mit eingängigen Melodien. Funfact: Der Bandname ist das französische Wort für „verloren“, was sich auch gerade in den gedankenverlorenen Lyrics wiederspiegelt. Vom Sound her sind sie irgendwo zwischen Kraftklub und Bosse zu verorten. Im August 2015 erscheint ihre zweite EP "Immer weiter". Der Spotify-Algorithmus spülte mir die Band vor einiger Zeit in meinen „Mix der Woche“. Eine gute Sache, denn der Sound wusste direkt zu gefallen, weshalb ich nicht lange gefackelt habe und die Band direkt einmal zum Interview bat. Ein Gespräch mit Sänger Jan und Bassist Niki über Lieblingsmusik, Auftritte, Songwriting sowie Love & Hate.

"Ich finde es halt wirklich traurig, dass diese billigen rechten Ideen sich dann immer leichter durchsetzen." - Im Interview mit: Juse Ju

Geschrieben von: Marc Braun am .


Juse Ju, Pressefoto: Niels Freiheit

Aus Tokio direkt in die schwäbische Einöde namens Kirchheim unter Teck. Aus der schwäbischen Einöde an die US-Mexikanische Grenze nach El Paso und wieder zurück. Das ist Juse Jus Kindheit und Jugend anhand weniger geographischer Orte zusammengefasst. Und was macht so ein Mensch für Rap? Er startete als Freestyle Battle MC im Jugendhaus Mitte Stuttgart. Anschließend war er sieben Jahre in der Münchner Hip Hop Szene unterwegs. Seit 2011 ist er und, auf die Betonung legt er Wert, berufsbedingt in Berlin. Juse ist sarkastisch, oft politisch und immer clever. Seine Beats atmen den warmen Boom Bap Klang der goldenen Ära des Raps. Klingt auf Platte gut, entfaltet seine ganze Wirkung aber erst in seinen Live Shows, die immer etwas von Late Night und Standup haben.

2005 erschien seine erste Solo EP „Der Ego“, vier Jahre später dann das erste Soloalbum „Yo! HipHop hat mein Leben zerstört.“, bis Juse 2014 dann mit „Übertreib nicht deine Rolle“ als Free Download zurückkehrte und auch bundesweit für Aufsehen sorgte. Denn das Album wurde 13.000-mal herunter geladen, das Video zum Titeltrack hat bis heute sogar über eine halbe Million Views auf YouTube. Ziemlich viel für einen Undergroud-Rapper. Ende 2015 veröffentlicht der Teilzeit-Radiomoderator sein drittes Soloalbum „Angst & Amor“ als CD, Download und Vinyl. Das Album bekam durchweg positive Kritiken von Leitmedien von Juice bis Spex. Mich hat Juse damals mit dem Song „Vorurteile“ überzeugt, wo er zusammen mit seinem Buddy Fatoni rappt. Kein Zufall, dass besonders auch sein aktuelles Album auf Dauerschleife bei Chefredakteur Marc läuft und sein letztes Jahr veröffentlichtes Video zu „German Angst“ Platz 3 der Videos des Jahres abräumte. Bei dem Heimatlosen entdeckt man nämlich auch beim 30. Hördurchgang neue lyrische Facetten und versteht nach und nach mehr Anspielungen. Wir haben uns letzten Sommer im Düsseldorfer Zakk mit dem gutgelaunten Juse getroffen, um nach seinem und Fatonis Auftritt über das Album, Liebe, Angst, den deutschen Mann, seine Freundschaft zur Antilopen Gang und dessen verstorbenen Mitglied NMZS gesprochen. Gerade ist er mit der Gang sogar auf Tour.

„All about the music“ - Im Interview mit Manchester Snow

Geschrieben von: Marc Braun am .


Manchester Snow aus Salzburg, Pressefoto: Salic

Als 16-Jährige veröffentlichten die Jungs der Indie-Pop-Band Manchester Snow aus Salzburg 2012 ihre erste Single. Ein Jahr später gewannen sie bereits den Austrian Newcomer Award. Die nominelle Verortung im britischen Manchester steht eindeutig für die musikalischen Vorlieben der Österreicher. Snow gibt dem Ganzen jedoch eine weiche, verträumte Nuance. Mit ihrem englischsprachigen Debütalbum "Into the woods" (Late Hour Music), tourten Manchester Snow durch jeden Winkel Österreichs und wollen jetzt auch die deutschen Freunde flirrender Indie-Melodien aus den Wäldern und Häusern locken. Wir haben ihre von uns präsentierte Deutschland-Tourpremiere im März zum Anlass genommen, um mit Sänger, Keyboarder und Schlagzeuger Niklas über Lieblingsmusik, Auftritte, Love & Hate und Songwriting zu sprechen.

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