Dagewesen

Rock isn’t really dead: So war das Rockaue Festival am 08.07.2017 in Bonn

Geschrieben von: Micha Schmidt am .


Das Rockaue Festival, Foto: Micha Schmidt

Zu viel ist in den letzten Wochen geschehen, als dass sich ein Festival einfach so ereignen könnte. Schon allein das Rucksackverbot (das zugegebenermaßen auch schon bei diversen Konzerten galt) erinnert einen ungewollt an die Anschläge in England und bei diversen Gesprächen (wie später bei den Bandansagen) ploppt immer wieder G20 auf, wie ein ungebetener Gast auf einer WG-Party. Dabei strahlt die Sonne hell und klar über dem Gelände der Rockaue, als ich mit einigen Freunden auf einen angrenzenden Hügel sitze, kurz bevor der Einlass beginnt.

Jeder peilt die Antilopen Gang: So war das Open Source Festival 2017

Geschrieben von: Marc Oliver Braun am .


Die Antilopen Gang beim Posen, Foto: Marisa Bommes

Jahr für Jahr im Juli erklingt er und wir folgen ihm immer wieder gern: Dem Ruf der Rennbahn! Denn am 08.07.2017 stand das zwölfte Open Source Festival in Düsseldorf Grafenberg an. Dass nicht nur wir diesem Ruf folgen wollten, sondern ebenso zahlreiche andere Festivalfans, zeigte sich einerseits am Besucherrekord von 7.000 Leuten und andererseits an der ziemlich langen Schlange vor dem Presse- und Gästelistenschalter. Wir haben uns also brav, aber schon etwas ungeduldig eingereiht, weil der Auftritt der Indieband Sterne in Kürze starten sollte. Ein Shuttlebus nach dem anderen traf ein und spülte die Leute bei bestem Sommerwetter an die schöne Galopprennbahn, während wir bereits die ersten Riffs der vier Vertreter der Hamburger Schule erkennen. Also schnell durch den reibungslosen Einlass mit gut gelauntem Personal, ein weiteres Open Source Bändchen ans Handgelenk, schnellen Schrittes zur Mainstage, athletisch vorbeigeschlängelt an all den bunten Decken, den entspannten Leuten und ab auf die Tribüne, die sich perfekt eignet, um erstmal entspannt anzukommen bei dem Spektakel.

Punk-Passion aus Philly: So war's bei The Menzingers und The Flatliners am 26.04.2017 im Underground Köln

Geschrieben von: Marc Oliver Braun am .


Wir schreiben den letzten Mittwoch im April und begeben uns nach dem Tagewerk im heimischen Düsseldorf auf die Autobahn. Schließlich haben wir vom Regionalverkehr-Fiasko einen Monat zuvor bei der Antilopen Gang in Köln gelernt. Wir haben sogar Glück, denn heute stürmt kein Starkwind umher und auch der Regen lässt sich nicht blicken. Stattdessen zeigen sich erste, zarte Sonnenstrahlen, aber ne' dünne Übergangsjacke wäre trotzdem noch zu gewagt. Lustig, dass ich einen Monat später mit Schweißperlen zu Hause am Laptop sitze und diese Zeilen schreibe, weil es so schnell unerträglich warm wurde. Nun ja, genug vom Weather-Talk (wie bereits die norddeutsche Punkband No Weather Talks wusste) und zurück nach Köln. Genauer gesagt Ehrenfeld, denn heute steigt das Punkrock-Fest im genau richtig großen Underground.

Stagediving und Selfies: So war's bei den Satanic Surfers am 11.05.2017 im Underground Köln

Geschrieben von: Paul Schall am .

Konzerte im Underground Köln haben immer einen festen Zeitplan. Also versuche ich für gewöhnlich möglichst pünktlich da zu sein. So auch an diesem Abend. Die Satanic Surfers sind nach ihrer Auflösung 2007 und ihrer Reunion 2014 endlich wieder auf Clubshow-Tour und machten im Zuge dessen auch Halt in Köln. Für mich natürlich Pflichtprogramm, denn die Band teilt nicht nur ihr Geburtsjahr mit mir, sondern es war auch mein erstes Punkrockkonzert 2004 im Mannheimer JUZ. Vorband und Secret Gig waren damals Fabulous Disaster. Wirklich gut erinnern kann ich mich zugegebenermaßen nicht mehr, Genosse Alkohol hat damals einen guten Job gemacht. Aber es war zu 100 % eine große Party. So viel zur Vergangenheit.

Ungewohntes Terrain: So war Käptn Peng und die Tentakel von Delphi am 23.05.2017 im Palladium Köln

Geschrieben von: Paul Schall am .

Der Abend geht ja gut los. Meine Verabredung verspätet sich um zehn Minuten. Genau um diese wiederum bin ich zu früh. Summa summarum 20 Minuten Wartezeit. Was soll's. Es gibt schlimmere Orte als die belebte Keupstraße im rechtsrheinischen Köln-Mülheim und auch schlechteres Wetter; immerhin scheint die Sonne. Außerdem habe ich gelernt, dass man das Positive aus den gegebenen Situationen herausziehen soll. Und so bringen mich meine Füße an das nächste Kiosk. Ein kühles Radler und das Warten kann beginnen. Ich setze mich auf einen Weg unweit der Bahnschienen. Die Haltestelle im Blick. Sämtliche Bahnen, die an der Keupstraße stoppen, sind voll von jungen, fröhlichen Menschen. Alle mit dem gleichen Ziel: Sich verzaubern lassen von Käptn Peng und die Tentakel von Delphi. Fröhlich schwitzend und unterhaltend steigen sie aus den Bahnen aus und treten ihren Weg Richtung Palladium an. Manche starren auf ihre Handys, manche schauen sich um, andere laufen zielstrebig los. Und ich, ich warte weiter.

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