Dagewesen

Kalifornien zu Besuch in Düsseldorf: Nothington & Swingin Utters am 28.04.2017 im Stone Düsseldorf

Geschrieben von: Paul Schall am .

Schnappatmung und Hitzewallungen waren meine ersten Reaktion, als ich Wind davon bekam, dass Nothington und Swingin' Utters in der ersten schönen Stadt nördlich von Köln ein Konzert geben. Erst genannte Band hatte mir 2007, ich durchwühlte mal wieder den Plattenladen Soundcheck in Kaiserslautern, bereits mit den ersten zehn Sekunden ihres damaligen Openers „Where I stand“ vom Album ALL IN den Kopf verdreht. Ich verbrachte viele Stunden mit diesem Album und versuchte andere Menschen von dem Singalong-Sound der Jungs aus San Francisco zu überzeugen. Was mir auch hin und wieder gelang. Den Hauptact Swingin' Utters kennen vermutlich die meisten Männer und Frauen, die sich nach 1990 mal mit Punkrock beschäftigt haben. Meine erste und bis zum 28.04.2017 einzige Begegnung mit der Band um den Sänger Johnny Bonnel war das 1999 erschienene Split Album mit Youth Brigade (BYO Split Series/ Volume II). Mehr war da nicht. Zwischen mir und Swingin' Utters.

So richtig im Modus: Fatoni und Juse Ju am 20.04.2017 im Hotel Shanghai

Geschrieben von: Marc Braun am .


Fatoni, Pressefoto: Conny Mirbach

Wir machen uns auf in das Herz des Ruhrgebiets, Essen. Der Grund ist ahnbar: Fatoni und sein Homie Juse Ju kündigen sich an. Zum zweiten Mal bereits. Aber diesmal wirklich! Musste Fatoni nämlich die zweite Rutsche zur "Yo, Fatoni"-Tour im Herbst letzten Jahres (inklusive herrlich bescheuerter Tour-Reklame) wegen Krankheit gleich komplett absagen, holt er das heute nach. Und war zwischendurch sogar noch in Japan, um den Landsleuten Dopeness aus Deutschland näher zu bringen. Glück im Unglück: Mittlerweile ist sein brandneues Mixtape IM MODUS erschienen. Seit dem 10.03. kann ich das 15 Song starke Stück also schon aufdrehen, um die Lines dann heute laut und schief zum Besten zu geben. Aber kein Problem, hört ja keiner, da mich der Sound im Hotel Shanghai zur Freude der Nachbarn im Publikum gnadenlos übertönt.

Husum bei Düsseldorf: So war Turbostaat am 22.04.2017 im Zakk Düsseldorf

Geschrieben von: Micha Schmidt am .


Turbostaat & das Meer, Pressefoto: Andreas Hornoff

Kurz vor dem Konzert stehe ich mit zwei Freunden draußen. Wir alle sind ungefähr gleich alt und haben Turbostaat seit der „Das Island-Manöver“-Platte nicht mehr live gesehen, ohne dafür einen besseren Grund als allgemeinen Terminmangel anbieten zu können. Dass man heute hier ist, „verdankt“ sich auch nur der Tatsache, dass der Auftritt vom letzten Jahr aus gesundheitlichen Gründen nachgeholt werden musste. Die Erwartung ist daher hoch, als wir die vertrauten Hallen des Zakk betreten. Turbostaat, dass ist mittlerweile auch ein Ausflug in die eigene Jugend und ein Moment, in dem man unwillkürlich ein Resümee zieht.

Zwischen Message, Klamauk und Psychogramm: Die Antilopen Gang in der Live Music Hall Köln am 08.03.2017

Geschrieben von: Marc Braun am .


Drei Paarzeher sollt ihr sein: Antilopen Gang, Pressefoto: Robert Eikelpoth

Was für ein Fiasko! Was für ein Flop! Nein, nicht etwa das Konzert der Antilopen Gang, die es mittlerweile von den Jugendzentren des Landes bis zu einer fast komplett ausverkauften Hallentour gebracht haben. Es geht um die maßlos überteuerte Bahnverbindung Düsseldorf-Köln (jeweils 11,40€ für eine 38-minütige Fahrt) und passend dazu die Leiden ihrer Kunden, genauer: Mir und meiner Begleitung. Denn als wir uns rechtzeitig auf den Weg von der Landeshauptstadt und Heimat Koljahs, Düsseldorf, nach Köln machen, macht uns die selten geschätzte Bahn natürlich einen gehörigen Strich durch die Rechnung, deren Regionalzüge mal wieder Verspätungshighscores jagen und aus allen Nähten platzen. Immerhin ist ja gerade Dauerregen angesagt, das bringt so einen Schienenkoloss eben völlig aus dem Konzept. Also den nächsten Zug genommen, von der Ehrenfelder Bahnstation und den Anfang verpassend vor die Live Music Hall gehetzt, deren nächtlich nasse, mit Bierflaschensplittern gepflasterte Straße immer noch von einer laaaaangen Warteschlange gesäumt wird. Das Warten dauert zu meiner Überraschung dann doch nicht allzu lang, sodass wir unter 20 Minuten den Presseschalter erreichen, wo wir eine Spende dalassen sollen. An sich eine tolle Sache, wie man es auch von anderen Konzerten wie beispielsweise Egotronic kennt, jedoch an dieser Stelle ein kleiner organisatorischer Kritikpunkt: Da dies im Vorfeld nicht bis zu mir drang, kratze ich relativ hilflos mein letztes Bargeld zusammen, weil die Bankschaltersuche dank Verspätung keine Option mehr war.

„Alles auf links gekrempelt“: Von Brücken in der Kulturkirche Köln am 12.01.2017

Geschrieben von: Micha Schmidt am .


Von Brücken live in der Kulturkirche, Foto: Micha Schmidt

Wie lässt sich der Neujahresvorsatz, wieder öfter auf Konzerte zu gehen, schöner durchziehen als bei Von Brücken? Von einem Konzert zwischen Zukunftsängsten, Kirchenakustik und Ausblicken auf das neue Album lest ihr hier so einiges. Mit Rückenschmerzen (ich habe mir kurz vor dem Konzert noch einen Muskel gezerrt) und froh dem Regen entkommen zu sein, betrete ich die Kulturkirche in Köln-Nippes. Das Publikum ist älter, der Altersdurschnitt dürfte bei 40 liegen, heruntergezogen von kleinen Gruppen von Zwanzigjährigen, die sich auf ihren Smartphones Bilder zeigen oder überlegen, ob man noch ein Bier holen sollte, „bevor es losgeht.“ Wer aus einer Kleinstadt kommt, in der man zu Weihnachten Abos für's Kabarett verschenkt, hat eine ziemlich genaue Vorstellung vom Publikum. Nicht undankbar, aber auch eines, dass man sich erspielen muss.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information