„All about the music“ - Im Interview mit: PerDu

Geschrieben von: Marc Braun am .


PerDu, Pressefoto

PerDu ist der Sound für alle, die es lieben zu leben und die bereit sind auch mal ein wenig Schlaf zu opfern, um mehr von der Welt zu sehen. Die deutschsprachigen Popsongs, die meist aus der Feder von Sänger Jan stammen, verbinden mal lebensfrohe, aber auch nachdenkliche Themen mit eingängigen Melodien. Funfact: Der Bandname ist das französische Wort für „verloren“, was sich auch gerade in den gedankenverlorenen Lyrics wiederspiegelt. Vom Sound her sind sie irgendwo zwischen Kraftklub und Bosse zu verorten. Im August 2015 erscheint ihre zweite EP "Immer weiter". Der Spotify-Algorithmus spülte mir die Band vor einiger Zeit in meinen „Mix der Woche“. Eine gute Sache, denn der Sound wusste direkt zu gefallen, weshalb ich nicht lange gefackelt habe und die Band direkt einmal zum Interview bat. Ein Gespräch mit Sänger Jan und Bassist Niki über Lieblingsmusik, Auftritte, Songwriting sowie Love & Hate.

Wie würdest du eure Musik beschreiben? Was ist das Einzigartige?

Jan (Sänger): Ich glaube die häufigste Antwort auf die Frage ist: „Wir kommen alle aus unterschiedlichen Stilen“. Und ich kann euch beruhigen: Das ist bei uns auch so. Wir haben so in unserem Set von ruhigen, nachdenklichen Nummern bis zu fetten Rockbrettern alles dabei.

Niki (Bass): Fette Beats treffen auf Rockgitarre und das alles mit einer rotzigen Attitüde. Unsere Musik rückt das Leben in den Mittelpunkt und kann daher auch mal ruhigere Töne anschlagen.

Was sind die Highlights eurer Bandgeschichte?

Jan: Definitiv der BuViSoCo. Im Musikalischen sowie, glaube ich persönlich, für alle von uns einer der geilsten Tage unsers Lebens. Aber auch die ersten großen Auftritte, beispielsweise. beim Halberg Open Air haben uns unglaublich viel gebracht.

Niki: Als Act für unser Heimatbundesland beim Bundes Vision Song Contest anzutreten und die Bühne mit geilen Künstlern zu teilen, war wohl das bisher größte Highlight.

Wie läuft das Songschreiben bei euch ab?

Jan: Unterschiedlich. Manche Songs schreiben wir gemeinsam in der Band, andere wiederum schreibe ich alleine oder mit den Jungs aus meiner WG.

Niki: Oft kommt Jan mit einer Idee in die Probe und wir feilen an einer Phrase oder sogar vorproduziereten Songs. So unterschiedlich die Charaktere in unserer Band sind, so unterschiedliche sind auch die Wege, die wir zum Schreiben einschlagen. So entstehen Songs nicht nur im Proberaum, sondern auch in Jans WG, meinem Keller oder beim Feiern. Eben genau so wie das Leben die Geschichten schreibt.

Was ist das Besondere am Touren?

Jan: Eine eigene Tour haben wir bisher noch nicht gespielt, wird aber im Zuge des ersten Albums passieren. Und wir sind alle schon ziemlich heiß drauf jeden Tag stinkig und k.o. zusammen in den Bus zu steigen und zur nächsten geilen Stadt mit hoffentlich vielen sexy Gästen zu fahren!

Was inspiriert dich?

Jan: Das kann Vieles sein. Von einem guten Film, über andere gute Künstler bis hin zu einer besonderen Umgebung, in der man schreibt.

Niki: Ich glaube auf diese Frage hat jeder seine persönliche Antwort. Angefangen von Menschen und Begegnungen bis hin zu einzigartigen Erlebbnissen.

Was ist dein liebster Song und warum?

Jan: Schwierig zu sagen. Es gibt so viel gutes Zeug, dass man überhaupt nicht miteinander vergleichen kann. Aber ein Song, den ich tatsächlich seit Jahren hören kann, ohne dass er nervt, ist „Welcome Home Son“ von Radical Face. Kennt man vielleicht aus der Nikon Werbung.

Niki: Puhh, das verändert sich von Zeit zu Zeit. Ein Song, der mich jedoch seit Jahren begleitet, ist „Musik“ von Pohlmann, der meiner Meinung nach die Faszination Musik und die emotionale Bindung zum Leben sehr gut thematisiert.

Welche Musik bringt dich zum Weinen?

Jan: Es gibt viele Songs, die mich sehr tief berühren. Ich glaube um dabei tatsächlich zum Weinen kommen dann noch andere Zutaten hinzu.

In welchem Genre fühlst du dich am Wohlsten und aus welchen Gründen?

Jan: Kann ich tatsächlich nicht sagen. Ich liebe Rock- und Popmusik. Samstags gehe ich aber auch sehr gerne zu Techno tanzen, um dann sonntags völlig fertig auf der Couch zu Folk abzuschalten.

Niki: Gefühlt habe ich als Kind Popmusik inhaliert und sowohl nationale als auch internationale Künstler. Während ich in meiner „Teenie-Zeit“ dann eher auf Hardrock abgefahren bin.

Was sind im Moment deine Lieblingskünstler?

Jan: War schon immer ein großer Clueso-Fan und feiere seine neue Platte gerade auch ziemlich ab!

Niki: Eindeutig Olli Schulz! Medienmogul und moderner Clown, der wie kein Anderer Humor und Ausdruck verbindet.

Und generell?

Ohje, die Liste ist lang!

Welcher Song berührt dich am meisten und warum?

Jan: Es gibt einen Song, bei dem ich immer wieder extreme Gänsehaut bekomme. Und zwar ist das „Vincent“ von Don McLean. „This world was never meant for one as beautiful as you“ ist für mich eine der schönsten Zeilen. Vor allem vor dem Hintergrund des Songs. Don McLean beleuchtet darin das schwierige Leben und den späteren Selbstmord Vincent Van Goghs.

Wovor fürchtest du dich am meisten?

Jan: Vor der Menschheit. Man kann aktuell nicht genau sagen, wozu wir fähig sind.

Was war dein bester Gig und warum?

Jan: Abgesehen von BuViSoCo gab es einen extrem schönen Moment bei einem Konzert in der Reihe „Rock- und Popchor“, bei der wir gemeinsam mit einem Kinderchor auftreten. Da unser Gitarrist kurzfristig ausgefallen ist, mussten wir improvisieren und einen älteren Song von uns spielen. Als ich dann angefangen habe zu singen, hatte ich einen Texthänger und war kurz vorm Verzweifeln, als die Kids plötzlich eingestiegen sind und mit mir gemeinsam die Strophe beendet haben. Ich wusste nicht mal, dass sie den Text kannten. Und dann sogar noch besser als ich! Rein technisch also sicher nicht der beste Gig, aber trotzdem eine großartige Erfahrung!

Nenne drei Dinge, die du liebst!

Jan: Gute Gesellschaft, gute Stimmung und gute Musik.

Niki: Momente teilen, Sex und Musik.

Nenne drei Dinge, die du hasst!

Jan: Falsche Freunde, beschissenes Wetter und billiges Bier.

Niki: Käse, Käse und Käse.

Was würdest du tun, wenn du keine Musik machen würdest?

Jan: Traurig in der Ecke sitzen.

Niki: Modeln.

Was ist das beste Feedback, das ihr von einem Fan bekommen habt?

Jan: „Der Typ ist so heiß“ stand mal bei Insta über mich. Fand ich super!

Niki: „Du siehst aus wie David Garrett“

Was können wir in der Zukunft von euch erwarten?

Jan: Wir arbeiten gerade an unserem Debüt-Album! Bisher gab es ja nur EP’s. Wir stecken gerade viel Zeit da rein, damit es auch unseren, sowie den Ansprüchen unserer Fans entspricht. Dann wird’s auf Tour gehen und auch das ein oder andere Festival sollte nächstes Jahr drin sein!

Vielen Dank für das Interview!

Homepage:
www.perdumusik.de
www.facebook.com/perdumusik
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