"Ich finde es halt wirklich traurig, dass diese billigen rechten Ideen sich dann immer leichter durchsetzen." - Im Interview mit: Juse Ju

Geschrieben von: Marc Braun am .


Juse Ju, Pressefoto: Niels Freiheit

Aus Tokio direkt in die schwäbische Einöde namens Kirchheim unter Teck. Aus der schwäbischen Einöde an die US-Mexikanische Grenze nach El Paso und wieder zurück. Das ist Juse Jus Kindheit und Jugend anhand weniger geographischer Orte zusammengefasst. Und was macht so ein Mensch für Rap? Er startete als Freestyle Battle MC im Jugendhaus Mitte Stuttgart. Anschließend war er sieben Jahre in der Münchner Hip Hop Szene unterwegs. Seit 2011 ist er und, auf die Betonung legt er Wert, berufsbedingt in Berlin. Juse ist sarkastisch, oft politisch und immer clever. Seine Beats atmen den warmen Boom Bap Klang der goldenen Ära des Raps. Klingt auf Platte gut, entfaltet seine ganze Wirkung aber erst in seinen Live Shows, die immer etwas von Late Night und Standup haben.

2005 erschien seine erste Solo EP „Der Ego“, vier Jahre später dann das erste Soloalbum „Yo! HipHop hat mein Leben zerstört.“, bis Juse 2014 dann mit „Übertreib nicht deine Rolle“ als Free Download zurückkehrte und auch bundesweit für Aufsehen sorgte. Denn das Album wurde 13.000-mal herunter geladen, das Video zum Titeltrack hat bis heute sogar über eine halbe Million Views auf YouTube. Ziemlich viel für einen Undergroud-Rapper. Ende 2015 veröffentlicht der Teilzeit-Radiomoderator sein drittes Soloalbum „Angst & Amor“ als CD, Download und Vinyl. Das Album bekam durchweg positive Kritiken von Leitmedien von Juice bis Spex. Mich hat Juse damals mit dem Song „Vorurteile“ überzeugt, wo er zusammen mit seinem Buddy Fatoni rappt. Kein Zufall, dass besonders auch sein aktuelles Album auf Dauerschleife bei Chefredakteur Marc läuft und sein letztes Jahr veröffentlichtes Video zu „German Angst“ Platz 3 der Videos des Jahres abräumte. Bei dem Heimatlosen entdeckt man nämlich auch beim 30. Hördurchgang neue lyrische Facetten und versteht nach und nach mehr Anspielungen. Wir haben uns letzten Sommer im Düsseldorfer Zakk mit dem gutgelaunten Juse getroffen, um nach seinem und Fatonis Auftritt über das Album, Liebe, Angst, den deutschen Mann, seine Freundschaft zur Antilopen Gang und dessen verstorbenen Mitglied NMZS gesprochen. Gerade ist er mit der Gang sogar auf Tour.

Beginnen wir mit dem Albumtitel „Angst & Amor“: Wovor hast du zurzeit Angst?

Juse Ju: Ach, ich hab' vor so ganz, ganz bürgerlichen Dingen Angst, glaub ich. Ich hab' Angst, dass ich irgendwie alt werde, ohne mein Leben auf die Reihe zu kriegen. So in Richtung „Meine Freunde haben Familie und Kinder und bin so'n Rapper (lacht) und Radiotyp und erlebe quasi eigentlich nicht das Leben eines Menschen 30 plus, sondern das Leben eines Berufsjugendlichen. Ich hab so'n bisschen Angst, dass das irgendwie nie endet und dass ich's nicht auf die Reihe kriege, wenn man ehrlich ist.

Du spielst aber wahrscheinlich eher auf diese politischen Ängste an. Ich bin jetzt nicht so kulturpessimistisch, ich denke nicht bei jedem Scheiß: „Okay, jetzt wird die Welt untergehen!“, das überlasse ich der AfD so 'nen Kack zu denken. Ich denk tatsächlich aber auch, dass das Internet und alles veröffentlichen zu können, den Demagogen hart in die Hände spielt, dass gerade jüngere Leute, die kein gefestigtes Geistesleben haben, also die nicht erwachsen sind, sondern Kinder, natürlich total anfällig sind für allerlei Verschwörungsschwachsinn und so Zeug. Und ich finde es halt wirklich traurig, dass diese billigen rechten Ideen sich dann immer leichter durchsetzen, als dass man einfach mal sagt: „Leute, das Problem, das ihr habt, ist ein Problem des ausufernden globalen Kapitalismus. Und kein Problem von irgendwelchen Flüchtlingen, die kommen, denn die leiden da selber drunter. Der globale ausufernde Kapitalismus ist jetzt auch nicht das pure Böse, das ist auch totaler Schwachsinn. Das ist einfach ein System und es gibt keine Abwesenheit von Macht, System oder Denkweisen, hat schon Focault gesagt. Und so ist das auch mit dem Kapitalismus, der ist halt so, wie er ist. Und wenn man damit ein Problem hat, kann man sich politisch dagegenstellen, aber mit irgendwelchen nationalen, völkischen oder anderen schwachsinnigen Ideen oder Verschwörungstheorien kommt man da nirgendwo hin.

Und was liebst du gerade?

Juse Ju: Ich liebe diese Starbucks Café Latte Dinger aus'm Kühlregal und das ist halt nicht cool, weil ich finde Starbucks nicht geil. Ich gehe auch nie in irgendein Starbucks-Café...sagt man das so? In so 'ne Starbucks-Filiale geh ich nicht rein. Aber diese scheiß Dinger liebe ich so sehr, bis hin zum Suchten und ich muss jeden Tag eine trinken und das ist furchtbar. Ansonsten liebe ich gute Musik. Im Moment weniger Rapmusik als andere Sachen, aber deutschen Rap und Rap allgemein ist natürlich auch immer dabei. Action Bronson find' ich gut. Ich liebe es lange zu schlafen und ich liebe es, wenn da die richtige Frau liegt. Fertig.

Sehr nachvollziehbar auf jeden Fall. Hangeln wir uns mal ein bisschen an deinen Lyrics ab: Im Song „Ketamin“ rappst du „Kein Willen zur Macht / Kein Willen zum Geld / Der Deutsche Mann ist entstellt.“ Was macht den deutschen Mann für dich aus? Neben den Attributen 'Männlich sein' und 'Nachkommen zeugen', die du ja auch im Song erwähnst.

Juse Ju: Das ist so'n Ding, wo ich mich drüber lustig mache, dass Leute immer so ein ganz merkwürdiges Männlichkeitsbild verteidigen wollen, ich will jetzt nicht Thilo Sarrazin zitieren, aber ich zitiere jetzt Thilo Sarrazin (lacht). Nein, also: Thilo Sarrazin ist ja ein Mann, der definitiv auf so'n Männlichkeitsbild hinweist, was er überhaupt nicht erfüllt, weil er selber augenbehindert ist. Aber ich mein' auch Goebbels hatte ja einen Klumpfuß. Dass ein Mann die ganze Zeit den Willen zur Macht haben muss. Dieses: „Ein Mann, der muss nach vorne gehen, der muss mutig sein und der muss da so draufhauen.“ Ein fürsorglicher Mann zu sein, wäre sozusagen schwul oder was auch immer. Darauf spiele ich da an, das finde ich lächerlich. Von mir aus könnte es mehr Männer geben, die sich um ihre Familie kümmern. Ich hab das Gefühl wir düsen da alle so durch die Welt und dieser ganze Machtanspruch führt doch zu nichts, macht doch nur unglücklich. Leute sind dann 50, drehen durch, bumsen ihre Sekretärinnen und fahren sich im Porsche zu Tode. Was soll'n das? Das ist doch auch scheiße. Ich mein allgemein dieses Bild von Männlichkeit, was suggeriert wird, dieses altmodische Bild, so dieses „der Soldat“, für mich ist ein Soldat halt ein Idiot. Ein Mensch, der sich für irgendwelche Machtinteressen erschießen lässt oder andere erschießt dafür. Und ich bin nicht so ganz konform mit manchen Männlichkeitsattributen. Für mich ist'n echter... was heisst ein echter Mann...? ...Ein erwachsener Mensch, ob Mann oder Frau, jemand, der nachdenkt, der versucht sich selbst emotional zu finden und mit sich klarzukommen und der andere Leute nicht scheiße behandelt. Und zu diesen Männlichkeitsattributen, die ich kritisiere, gehört ja, andere Leute abzuficken, das ist für mich jetzt kein sonderlich männliches Verhalten, aber das ist halt bei denen so.

Auf jeden Fall, da geb ich dir Recht.

Deinen großen Hit „Übertreib nicht deine Rolle“ hast du ja ebenfalls heute gespielt. Was heisst das eigentlich genau, seine Rolle zu übertreiben? Mal ganz investigativ nachgefragt.

Juse Ju: Ich weiß es nicht. Der Spruch kommt von Jilet Ayşe, der kommt auch nicht von Jilet Ayşe selber, sondern der ist in Berlin schon extrem verbreitet, so auf Neuköllner Schulhöfen, das ist so'n Kids-Spruch. Und ich glaube er kommt aus den USA von „Know your role“, also „Kenn deine Rolle“. Ist ja mehr oder minder dasselbe. Es ist quasi eine Übersetzung von 'nem Amispruch und das heisst eigentlich: „Komma klar!“ (lacht)

Und wer übertreibt denn zurzeit seine Rolle?

Juse Ju: (überlegt) Pfff. Wenn du pretendest, übertreibst du deine Rolle. Also wenn du so tust, als wäre irgendwas wichtig, du wärest wichtig oder du wärst so der Macker und hättest was zu sagen. Dann übertreibt man natürlich massiv seine Rolle. Für mich übertreibt nicht jeder seine Rolle, jetzt nur weil ein Rapper in 'nem Song angibt, übertreibt er nicht. Angeben in Songs gehört zu Rap, das ist Teil der Geschichte, das ist Boasting, das gehört dazu. Das meine ich gar nicht. Ich meine tatsächlich eher: Sagen wir mal du bist in Berlin und gehst auf irgend so'ne Party in's Prince Charles, wo halt ganz viele wichtige Musikmenschen sind, die übertreiben alle ihre Rolle! Die wissen dann, was der Markt will, die wissen, was man machen muss, die haben eigentlich alles schon abgecheckt, die wissen, wer groß wird. Das ist alles totaler Quatsch, die übertreiben alle ihre Rolle! (lacht)

So Major Label A&Rs und so?

Juse Ju: Major Label A&Rs übertreiben nicht alle ihre Rolle, es gibt tatsächlich auch welche, die machen ihren Job ganz okay. Aber es gibt natürlich gerade unter denen welche, die immer ihre Rolle übertreiben, weil sie auch so tun, als sei das Wichtigste auf der Welt halt irgendwelche Musik, aber das ist leider nicht das Wichtigste auf der Welt. Das ist Musik. Das ist schön, aber die könnten es auch lassen. Dann würde die Welt auch nicht untergehen.

Ich könnte mir denken, dass das vielleicht ein paar Menschen anders sehen...

Juse Ju: Ich sage ja nicht, dass Musik unwichtig ist, aber...

Nicht essentiell, klar, für's Überleben nicht essentiell.

Juse Ju: Diese Leute sind jetzt nicht diejenigen, die über Krieg und Frieden auf der Welt entscheiden. Die entscheiden darüber, ob 'ne Platte rauskommt oder nicht (lacht). Die Platte kommt wahrscheinlich so oder so raus, nur die Frage ist, ob sie dann im Fernsehen ist oder auf YouTube.

Im Song „German Angst“, den hast du heute performed, schön mit Publikumseinbindung, da sagst du ja „Was hat dich bloß so ruiniert“, das ist natürlich eine Referenz auf den gleichnamigen Hit der Indieband Die Sterne. Was feierst du außerhalb von Rap? Da hattest du ja vorhin gesagt, dass es nicht mehr unbedingt Rap ist, was du gerade so hörst. Welche Bands umtreiben dich gerade?

Juse Ju: Also 'ne Band, die ich sehr, sehr gut finde, ist Radiohead, allerdings finde ich dieses neue „A Moon Shaped Pool“ nicht gut (lacht). Ansonsten hör ich sehr viel Musik, die eher organisch ist. Ich hör kein House, keine Electronic Dance Music, sondern wenn ich dann so Sachen höre, dann tatsächlich entweder so alte Sachen, Bob Dylan zum Beispiel oder auch neue. Ich hab gerade eine Sängerin entdeckt aus Großbritannien, die ich sehr gut finde. Aber ich hab gerade wieder vergessen, wie sie heißt, weil ich sie erst vorgestern entdeckt habe. Solche Sachen, so'n bisschen kitschigere Scheiße. Und natürlich halt wie gesagt Leute, die Musik machen, die sehr genial ist einfach (lacht). Ich mag auch Metallica, das ist so'n bisschen merkwürdig, aber nur die älteren Sachen.

In „Vorurteile Pt. II“ rappst du ja neben Fatoni mit den Antilopen. Wie kam es denn zur Zusammenarbeit? Und wie ist das Verhältnis zur Gang?

Juse Ju: Im deutschen Rap gibt’s viele Leute, die man kennt, mit denen man arbeitet oder die man mal trifft und alles ist cool. Wobei ich feature ja jetzt auch nicht so viel. Aber es gibt so'n paar Leute, die würd ich meine Freunde nennen. Der eine ist Fatoni, wir sind wie Brüder, das ist schon sehr eng. Wir gehen ja auch zusammen auf Tour, wir kennen uns seit zehn Jahren und das ist das Ding. Und die Antilopen Gang sind eigentlich so die einzigen Anderen, wo ich sagen würd das sind wirklich Freunde, also nicht nur Kollegen, die man respektiert und mag, sondern das sind auch über die Jahre jetzt echte Freunde geworden. Und Edgar Wasser würde ich vielleicht noch so als Kumpel bezeichnen, aber ich seh' ihn nicht so oft. Fatoni, die Antilopen und Edgar Wasser sind die Leute, die auch meine Freunde sind, die anderen sind alles so Bekannte. Zugezogen Maskulin, das sind super nette Typen, aber es jetzt nicht so, dass wir zusammen telefonieren und was machen. Das ist halt mit den Anderen anders.

Wobei die natürlich auch in Berlin beheimatet sind, wie du auch, ne?

Juse Ju: Ja, ich mag die auch voll gern, ich mag auch die Musik total gern, man darf das nicht falsch verstehen. Ich hab jetzt sie erwähnt, weil da denkt man vielleicht, die zähl' ich auch dazu. Ich würd jetzt auch nicht sagen, dass ich mit denen nicht cool bin, aber es ist natürlich noch was anderes. Ich hab vorgestern mit Danger Dan telefoniert, weil der mir was helfen sollte, das mach' ich dann halt bei Freunden, nicht bei guten Rap-Kollegen. Viele Rapper, die ich gut finde in Berlin, bei denen ich vor kurzem in 'nem Video mitgespielt habe, bei T9, also Doz9 und Torky Tork, das sind coole Typen, ich mag die, ich respektier' sie übelst, für das was sie machen, aber man ist ja jetzt nicht befreundet deshalb.

Genau, man unterstützt sich natürlich, aber ist nicht direkt mit jedem auf einem freundschaftlichen Verhältnis. Um nochmal bei den Antilopen anzuknüpfen: Es waren ja heute, sagen wir mal 40% der Leute, mit Antilopen Merch da. (Was bestimmt auch daran liegt, dass wir das Interview in Koljahs und NMZS' Heimat Düsseldorf führen, Anmerkung der Redaktion)

Einwurf Juse Ju: Shirts vor allem! (lacht)

Auf jeden Fall! Wie lange kennst du die Jungs und, darauf will ich hinaus, kennst du NMZS noch?

Juse Ju: Ich hab Jakob gekannt, ja, allerdings nicht so gut. Wann ist er gestorben, 2012?

2013. (Jakob Wich alias NMZS nahm sich mit 28 Jahren nach einer schweren Depression am 20. März 2013 das Leben) Da gab's ja hier im Zakk das „Tribute to NMZS“-Gedenk-Konzert mit seinen alten Weggefährten.

Juse Ju: Da war ich nicht da. Ich hab Jakob und Koljah als erste kennengelernt von der Antilopen Gang, das müsste so 2010 oder 2011 gewesen sein. Koljah hat mich angeschrieben wegen meines damaligen Albums „Yo! Hip Hop hat mein Leben zerstört“, das kam 2009, das war mein erstes Soloalbum, er fand das cool. Ich kannte ihn als Rapper schon, ich wusste, wer das ist, aber wir kannten uns persönlich nicht. Dann hat er geschrieben und wir haben uns getroffen, also auch mit Jakob. Das war gleich sehr cool und wir haben uns sehr, sehr gut verstanden. Darauf haben wir uns immer wieder auf Veranstaltungen gesehen. Da hab ich in Berlin gewohnt und wenn die da waren, haben sie auch Bescheid gesagt und wir haben uns getroffen. Es war gleich eigentlich so ein Kumpel-Ding. Ich kannte aber NMZS jetzt nicht so gut, dass ich sagen konnte: „Boah ja, ich wusste von seinen Problemen oder was heißt Problemen? Von seiner Trauer, seiner psychischen Erkrankung, wie auch immer man das nennen möchte. Ich wusste davon wenig. Die anderen haben das mal so erwähnt, das kam mal so durch. Ich persönlich konnte das natürlich nicht glauben, weil du lernst ja einen Menschen ganz anders kennen, der ist ja nicht gleich so offen zu dir, weißt du? Jakob und ich haben ja nie darüber geredet, wie es ihm geht oder so.

Das ist ja auch 'ne Facette, die man erst zeigt, wenn man sich wirklich sehr, sehr gut kennt. Also Koljah wusste natürlich davon, aber selbst ihn hat das alles überrascht.

Juse Ju: So ist das immer. Wenn du weißt, dass das passiert, wirst du es ja verhindern. Also das ist natürliche 'ne Facette, die ich von ihm nicht kannte. Ich kannte ihn als diesen geilen, sympathischen, etwas kauzig-verplanten Typen, der halt rappt und an jedes Mic geht, einen geilen Style und gute Ideen hat und auf jeden Fall so 'ne eigene Nummer darein bringt. Jakob hat ja die übelsten Hits geschrieben, auch mit Daniel (Danger Dan, Amerkung der Redaktion) zusammen. Also dieses „So Ungefähr“ (singt den Refrain nach). Dieses ganze „Aschenbecher“-Album ist halt 'n Hit. Ich find' Aschenbecher, um da mal ein bisschen davon wegzugehen, ist der Beweis, wie deutsche Musik immer noch mainstreamig funktioniert. Die haben ein Album gemacht, da waren mindestens genauso gute Hits drauf wie auf „Aversion“, da waren Über-Hits drauf. „Lebensmotto Tarnkappe, freundlich guten Tag sagen“ (singt wieder). Diese ganzen Sachen. Es hat keinen Schwanz interessiert. Eine kleine Riege von Leuten hat es gedigged, aber sonst? Oder dieses „Das ist meins“ auf der Egotrip-EP, das sind halt Hits. Aber es ging nicht als Hit, weil die Maschine dahinter nicht da ist. Und jetzt sind die Toten Hosen da („Aversion“ der Antilopen Gang erschien auf dem Label der Toten Hosen namens JKP, Amerkung der Redaktion) und die Maschine ist da und jetzt diggen die Leute, was für emotional krass berührende Musik das ist. Und davor eben nicht. Da ändert auch das Internet nichts: Diese Illusion, dass die Leute von selbst dann auf was kommen, ist einfach nicht da. Das ist so'n bisschen frustrierend für mich, weil ich ja komplett Indie bin und nicht mit irgendwelchen Strukturen arbeite und wirklich alles selber mache und dann gerätst du sehr schnell an deine Grenzen von der Reichweite, die du haben kannst. Toni (Fatoni, Amerkung der Redaktion) unterstützt mich jetzt schon stark, dadurch dass er jetzt mehr Reichweite hat, kriege ich auch mehr und die Antilopen auch, aber es hat natürlich alles seine Grenzen.

Das war der erste Teil eines langen Gesprächs. Die anderen Teile folgen bald.

(Die Fragen stellte: Marc Braun)

Juse Ju ist zurzeit als Support von der Antilopen Gang auf Tour. Wir gehen hin und ihr solltet das auch.

Links:
www.facebook.com/Juseju
www.juseju.de
kostenloser Download des Albums "Angst & Armor"
kostenloser Download des Albums "Übertreib nicht deine Rolle"


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