Mehr als nur Musik: So war das Tapefabrik Festival am 10.03.2018 im Schlachthof Wiesbaden

Geschrieben von: Administrator am .

Bei Events wie dem Tapefabrik Festival sieht und erlebt man den Hype um deutschen Hiphop, der derzeit durch das Land zieht. 3000 Besucher von überall her machten sich am 10.03.2018 auf den Weg nach Wiesbaden in den Schlachthof. Alle mit dem gleichen Ziel: Das größte deutsche Hiphop Indoor Festival. Zehn Stunden Programm, drei Bühnen, ganze 40 Artists, Bustouren organisiert aus A wie Aschaffenburg bis W wie Würzburg, Essen und Getränke, Merchandise, Live-Battles. Also alles was das Hiphop-Herz begehrt.

Als wir auf den großen Parkplatz am Schlachthof einbiegen, sehen wir sofort eine nicht enden wollende Schlange den gesamten Weg bis zum Einlass entlang. Es sind kühle 10 Grad Celsius gepaart mit einer leichten Brise und Nieselregen. Die Frage: Jacke oder nicht? Abwägen. Auf Veranstaltungen eine Jacke dabeizuhaben ist eher störend, dafür wäre es ohne Jacke in der Schlange kalt. Letztendlich entscheidet sich die Fahrgruppe Köln gegen eine wärmende Jacke und gegen Ballast, dafür aber für das Frieren und Schimpfen auf das Wetter. Ob es die richtige Entscheidung war, kann in diesem Moment nicht geklärt werden. Die Meinungen sind sehr unterschiedlich.


Der Schlachthof Wiesbaden im Dunkel, Schnappschuss: Paul Schall

Also rein ins locker, lässige Anstehen. Es riecht nach guten Kräutern und die Stimmung ist entspannt. Über 45 Minuten später sind wir am Einlass. Die ersten Acts sind längst vorbei. Und damit ausgerechnet Prezident und Mädness & Döll. Bitter. Der Grund für die lange Wartezeit ist so tragisch wie simpel: Fehlende Einlassbändchen. Im Innenleben des Festivals angekommen, betreten wir zunächst die JD-Stage im großen Teil des Schlachthofs. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir an diesem Abend keinen anderen Raum mehr betreten würden, da diese komplett überfüllt waren. Das Positive daran: Wir sehen Retrogott, Motion Man und Kutmasta Kurt, Dexter mit Special Guest LGoony, Pöbel MC und Milli Dance, Waving The Guns, die „Apokalypse Jetzt“ Spezialshow von sowie mit Morlockk Dilemma & Hiob und als Abschluss Lakmann und Witten Untouchable. Das Publikum singt und rappt gefühlt jede Zeile des Abends mit. Aufgrund der positiven Vibes, die alle Menschen gleichermaßen verbreiten, zeichnet sich ein breites Lächeln im Schlachthof Wiesbaden ab.

Das Festival, das gerne als Klassentreffen im Untergrund bezeichnet wird, lebt von seinem familiären Charakter. So ist es keine Überraschung, dass einem plötzlich Lord Folter entgegenkommt und ein anderer Act am Bierstand abhängt. Das Tapefabrik Festival braucht keine Starallüren und die Künstler brauchen es auch nicht. Trotz organisatorischer Schwierigkeiten, freuen wir uns schon auf die Tapefabrik 2019!

(Paul Schall)

Links:
www.tapefabrik.de
https://www.facebook.com/Tapefabrik/


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