Viele Lieder über Liebe: So war Mine und Fatoni am 07.12.2017 im Kölner Luxor

Geschrieben von: Paul Schall am .


Fatoni und Mine, Pressefoto: FKP Scorpio

Donnerstagabend. Regenwetter und Schlangestehen. Bittere Mischung. Da kommt das Konzert mit Mine und Fatoni genau richtig, die ihr Konzeptalbum „Alle Liebe nachträglich“ im Kölner Luxor präsentieren. Denn was, wenn nicht die Liebe, wärmt das Gemüt in dieser tristen Zeit, die geprägt ist von schlechtem Wetter, Weihnachtsmärkten und Wollsocken.

Im Luxor selbst spürt man von alldem nichts. Die Zuschauerinnen und Zuschauer geben brav ihre Jacken an der Garderobe ab, steuern die Theke an und suchen sich zu guter Letzt einen Platz mit Blickrichtung zur Bühne. So wie angekündigt, tritt um 20 Uhr Tristan Brusch vor das Publikum, musikalisch und stylisch eine Mischung aus Modern Talking, Andreas Dorau (Der Plan) und Duran Duran, gekleidet mit einer goldglänzenden Collegejacke und blondierten Haaren. Die Wiedergeburt der Achtziger, anfangs etwas schräg, aber man groovt sich so ein. Zu bekannten Synthesizer-Klängen singt er gegen das Patriarchat des alten, weißen Mannes und das Publikum, zwar noch etwas verhalten, wertschätzt es mit Applaus. Dann eine kleine Pause. Zeit zum Rauchen, Biertrinken, Smalltalk und Toilettengang. Apropos: Einen älteren Herrn, der auf der Herrentoilette steht, beobachte ich, wie er heimlich raucht. Auf meine Frage hin, ob hier der Raucherbereich sei, streckt er seinen Zeigefinger vor die Lippen. Ich grinse, er grinst und beide gehen ihren Weg.

Nun ist es Zeit für Mine und Fatoni und, wir sind ja in Köln, pünktlich um 21 Uhr betreten die zwei die Bühne und ungefähr 400 Menschen, von sehr jung bis alt, machen ganz schön Lärm. Das Konzert ist, wie sich herausstellt, in drei Blöcke unterteilt. Im ersten Block werden Lieder des gemeinsamen Albums und auch ein älteres Feature zusammen performt. Fatoni macht schlechte Witze und verteilt Whiskey an die Band und dann auch ans Publikum. Im zweiten Block geben erst Mine und dann Fatoni Solosachen zum Besten. Mine rappt und singt unter anderem „Essig auf Zucker“, Fatoni macht sein bekanntes Freestyle-Spiel, bei dem er sich Gegenstände aus dem Publikum geben lässt und diese dann in den Text einbaut. Es wird getanzt, mitgesungen und die Hände gehen nach oben. Man kann die Liebe, die die beiden verstreuen, fast spüren und als Lohn erhalten sie glückliche Gesichter. Der dritte Block gleicht dem ersten. Er vereint Mine und Fatoni wieder auf der Bühne. Am Ende kommt auch Tristan Brusch noch einmal und so verknoten sich die Enden des roten Fadens miteinander. Ich verlasse das Luxor, draußen regnet es noch immer und es ist kalt, aber man muss nicht mehr in der Schlange stehen.

(Paul Schall)

Links:
http://minemusik.de/
https://www.fatoni.de/

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