Konfetti, überall Konfetti: So war Dritte Wahl am 21.10.2017 im Zakk Düsseldorf

Geschrieben von: Paul Schall am .


Dritte Wahl, Pressefoto: Tina Himmelreich

Wir schreiben das Jahr 2008. In Benkenhagen, unweit der Ostsee, findet gerade das Force Attack Festival statt und ich als 19-Jähriger mittendrin. Dritte Wahl spielen am Samstagabend ihr Jubiläumskonzert vor tausenden ZuschauerInnen, die im Vorfeld via Internet über die Lieder auf der Setlist abstimmen konnten.

Neun Jahre und drei Studioalben später hat man zwar keinen Einfluss auf die Setlist, aber sie lässt auch so wenige Wünsche offen. Dritte Wahl sind auf „Elfentanz und Tortenschlacht Tour“. Diesmal etwas kleiner, aber keineswegs schlechter im ausverkauften zakk Düsseldorf. Inzwischen ist es fast Tradition, dass ich die Vorbands auf Konzerten verpasse. Schande über mein Haupt und eine Entschuldigung an Datenschmutz. Schuld daran war diesmal einerseits meine Lustlosigkeit bei niedrigen Temperaturen draußen herumzustehen und eine Zigarette nach der anderen zu rauchen, während man auf den Start des Konzerts wartet und andererseits natürlich diese schreckliche, deutsche Pünktlichkeit. Erstaunlicherweise und auch zu meinem Erschrecken pflegen mittlerweile viele Konzertlokalitäten eine strikte Einhaltung des Ablaufplans. Ist nicht unbedingt nach meinem Geschmack, macht aber Sinn für Leute, die beispielsweise einen letzten Zug nach Hause erreichen müssen.

Beim Betreten des großen Saals schwappt uns ein Schwall warmer Luft mit der Duftnote Männerschweiß entgegen und ich kann aufgrund der Vielzahl großer Menschen kaum die Bühne sehen. Also ab durch das Gewimmel, vorbei an alten und jungen Menschen, allesamt Fans von Dritte Wahl. Vorbei am Merchandise Stand, der ungefähr so viele T-Shirts zur Auswahl bereit hält, wie die Band Jahre auf dem Buckel hat. Die Treppen hoch, abbiegen und zack stehen wir auf der Empore. Eine gute Sicht von der Seite auf die Bühne und das noch ruhig plauschende und trinkende Publikum. Das Konzert ist schnell erzählt: Dritte Wahl mit intelligenten Ansagen, viel Spaß beim Musizieren, unfassbar viel Konfetti (da wäre selbst Opa Hoppenstedt auf seine Kosten gekommen „Früher war mehr Lametta.“), einer guten Mischung aus neuen und älteren Liedern und zwei Zugaben. Das Publikum ist unglaublich textsicher, unermüdlich am Tanzen, Stagediving mit „Selfiekamera“ (super schrecklich) und nicht müde werdend, die Band ein weiteres Mal auf die Bühne zu bitten. Der Abend im zakk war ein schöner, an dem jeder auf seine Kosten kam.

Links:
www.dritte-wahl.de
www.facebook.com/drittewahl

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